Junge Musiker träumen von einer eigenen Band
Freizeitangebot Gitarrenunterricht läuft im Schützenkeller.
VON YVETTE MEINHARDT,Weißenfels/MZ. „Und wie du wieder aussiehst, Löcher in der Hose….“- der Hit der Ärzte
dröhnt aus dem Freizeitkeller der Interessengemeinschaft Bildung Leuna- Merseburg(IBLM).
Hier in der Weißenfelser Schützenstrasse können junge Leute ihrem Hobby Musik frönen.
„Ja ich liebe die Ärzte, mein Vater war sogar schon bei einem Live- Konzert, doch ich durfte
leider noch nicht mit“, erzählt Dominik Eichhorn.
Dominik Eichhorn kommt zum Gitarrespielen in den IBLM- Schützenkeller (FOTO: MZ)
Gern würde er hier eine Band gründen
Das Gitarrespielen hat er allerdings von seinem Opa gelernt, denn dieser spielte ebenfalls in
einer Band. Dienstags und donnerstags packt Dominik seine selbst ersparte E-Gitarre im
Schützenkeller aus und spielt. Peter Behlke steht ihm dabei aktiv zur Seite und gibt ihm
kostenlos Gitarrenunterricht. „Ja, der Junge hat Talent“, sagt Behlke. Er gibt ihm gern sein
Wissen weiter. „Nein wir bieten keinen Schulunterricht, sondern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, die wir interessant gestalten wollen“, fährt Behlke fort. Dabei will er trotzdem
Wissen vermitteln, das Gehör schulen, die richtigen Griffe auf den Gitarrensaiten lehren.
Dominik macht es Spaß. „Ich habe sogar schon mein erstes Lied geschrieben“, erzählt der
Siebtklässler stolz. Es handle von Angst, genauer gesagt, von einem Freund in der Schule,
der Angst vor Mitschülern hat. Das Lied ist fertig, doch singen mag der Zwölfjährige nicht.
„Ich suche einen Sänger oder am besten gleich noch ein paar Mitstreiter für eine Schülerband“, fährt Dominik fort.
Neugierig schaut ihm Jenny Keller über die Schulter. Sie spielt Keyboard und würde gerne
in der Band mitmachen. Aber rein musikalisch passt es nicht zusammen. „Ich mag eigentlich
Schlager“, sagt sie kleinlaut und leise, damit es die Gleichaltrigen nicht hören. Schlager
sind halt unter Gleichaltrigen nicht gern gehört. Und auch Dominik rümpft die Nase.
„Meine Musik ist das nicht“, sagt er. Deshalb kommt Jenny nicht für die Band in Frage.
Da sind sich die beiden einig. Und Behlke nickt: „Fachlich stehe ich den Heranwachsenden
gern zur Seite. Doch ansonsten halte ich mich gern zurück, sie müssen halt ihre eigenen
Erfahrungen sammeln.“
Quelle: MZ
Zur Schiffstaufe eine Flaschenpost
Freizeittreff weiht Boot auf der Saale ein
VON YVETTE MEINHARDT, 10.09.09 Weißenfels/MZ. Am Anfang war das Boot", erinnerte sich Jugendsozialarbeiter Mario Kabisch. Auf einem Weißenfelser Betriebsgelände wurde es vor einem Jahr gesichtet, in den Freizeittreff Fröbelstraße geschafft und dann wieder aufgebaut. Am Donnerstag nun wurde das Gefährt hübsch geschmückt und von zahlreichen Kindern, Jugendlichen und einigen Erwachsenen in die Saale gelassen.
Das Boot wurde am Donnerstag erstmals auf der Weißenfelser Saale getestet. (FOTO: MZ)
"Man erkennt es nicht mehr wieder", staunte Ronny Högel. Er legte als Erster mit Hand an, schliff und hobelte, schraubte und sägte. Dann ließ ihm der Beruf keine Zeit mehr. Jürgen Kilian (genannt Bommel) und seine beiden Söhne Kevin und Thomas setzten die Arbeit fort und werkelten weiter. "Manchmal einen Tag in der Woche, dann wieder jeden Tag", erzählt der Vater. Unter dem Dach der Interessengemeinschaft Bildung Leuna-Merseburg (IBLM) lernte das Projekt laufen.
Privatpersonen und Vereine, Firmen und Eltern halfen, die einen mit Spenden, die anderen mit ihrer Arbeit. Heute trägt der Freizeittreff den Namen "Das Boot", auch deshalb wurde das Wassergefährt nur einfach "Das Boot" getauft. Der kleine Eric Bach machte große Augen, zog eine knallgelbe Schwimmweste an und durfte als einer der Ersten einsteigen. "Ich bin auf der Saale schon mal Floß gefahren, aber noch nie mit einem Boot", strahlte der Junge. Danach holte er mächtig Schwung und versenkte eine Flaschenpost im Wasser. "Wir haben die Adresse und Telefonnummer unseres Klubs darauf geschrieben und warten jetzt gespannt, wer unsere Flaschenpost findet", sagte Lisa-Maria Hofmann. Die Zehnjährige gehört zu den Stammgästen und stieg mit Herzklopfen zur ersten Fahrt ein.
Quelle: MZ
Neues „Boot“ sticht in See
Jugendtreff in der Fröbelstrasse eröffnet
Gerade rechtzeitig zu Ferienbeginn öffnete am Wochenende der neue
Freizeittreff „Boot“ in Weißenfels.
Verschiedene Vereine wie
Kampfkünste Weißenfels, Wing Tsun- Kung Fu, Jugendsozialarbeiter
der Interessengemeinschaft Bildung Leuna- Merseburg e.V.(IBLM) und das
Bündnis gegen Rechts findet man hier unter einem Dach.
Von Yvette Meinhardt
Weißenfels/MZ. Nagelneue Auslegware, dazu eine Spiegelwand für
Tänzer und in der Mitte hängt ein Boxsack – so präsentiert sich der
größte Raum im neu eröffneten Freizeitzentrum „Boot“.
„Solch ein Vereinsdomizil wie das Boot hat uns wirklich gefehlt".
Michael Jacob Kampfkünste Weißenfels.
-Trainer Frank Paetzold unterrichtet Kinder in der Selbstverteidigung. Philipp Kumar und
Justin Schleevoigt folgen aufmerksam seinen Erklärungen.-
Seit drei Wochen trainiert hier der Verein Wing Tsun – Kung Fu.
„Ich komme jeden Montag und Mittwoch und es macht mir riesigen
Spaß“, erzählt Lukas Bastian. Der Zwölfjährige hat schon oft gesehen,
wie Jugendliche ausrasten und hatte Angst davor. „Jetzt weiß ich, wie
ich mich wehren kann“, erzählt der Sechstklässler. Sein Selbstbewusstsein
sei gewachsen und die Angst beinahe verflogen. Trainer Frank Paetzold
führt mit den Heranwachsenden einige Techniken der Selbstverteidigung
vor. Rollenspiele gehören dazu: Man soll sich nicht aushören lassen, bei
einem plötzlich haltenden Fahrzeug in entgegengesetzter Fahrbahnrichtung
weglaufen. „In einem Park hatten wir mal den Angriff von einem Jungen
auf ein 14- jähriges Mädchen simuliert. Drei Leute beobachteten das Ge-
schehen, doch keiner half dem Mädchen“, erzählt Paetzold.
Die Idee, viele Vereine und Angebote für Jugendliche in ein Boot zu holen,
findet er sehr wertvoll“. „Die Jugendlichen haben einen Anlaufpunkt, können
verschiedene Sachen ausprobieren und lernen nebenbei die Sozialarbeiter
kennen. Bei Problemen gibt es keine Berührungsängste“, sagt der erfahrene
Trainer.
Groß ist die Bandbreite des Vereins Kampfkünste Weißenfels. Sie reicht von
Break Dance über Ju Jutsu bis zu Schach und Tischtennis. „Wir haben in der
Stadt bis zu zehn Sportstätten. Solch ein Vereinsdomizil wie das Boot hat uns
wirklich gefehlt“, sagt Michael Jacob. In den Ferien gibt es jeden Tag ein
kostenloses Angebot. So können die Jugendlichen ihre Interessen selbst
herausfinden.
Neuntklässler Florian Prüfer und Achtklässler Alexander Meinecke gehören
zu den ersten Jugendlichen, die einfach mal vorbeischauen. „Ich fahre jetzt
erst einmal in das Ferienlager Altenkirchen an der Ostsee, doch neugierig
bin ich auf den Treff schon“, sagt Florian Prüfer. Sonst spielen die beiden
oft Fußball, hoffen jetzt auf Abwechslung.
Eine kleine Küche gehört zum "Boot" dazu.Hier tummeln sich Ronny Högel, Sindy Schönfeld,
Lars Günther und Markus Schmidtke.
„Von außen vermutet man gar nicht, dass es im Inneren des Hauses schon so
gemütlich ist“, sagt Dagmar Janik. die Geschäftsführerin der Arbeiter-
wohlfahrt (Awo) Burgenlandkreis möchte jetzt „gerne zu Potte kommen“.
Die Awo errichtet im benachbarten Teil ein multikulturelles Begegnungs-
zentrum. „ Das Projekt haben wir bereits 2006 eingereicht, seit 1. Juli ist
es bewilligt und wir können loslegen“, sagt sie. Mit den jungen Leuten als
Nachbarn verspricht sie sich so manches gemeinsame Vorhaben, von Lese-
Cafe und Autorenlesungen, Beratungen und Bildung ist die Rede.
Quelle: MZ
Aktuelle Projekte
Mehrere Vereine in einem neuen «Boot»
Treff für junge Leute öffnet zum Ferienbeginn in Weißenfels
Weißenfels/MZ. Ein Geruch von frischer Farbe erfüllt die Luft, hier und da fehlen noch einige Möbel. Doch der neue Treff in der Weißenfelser Fröbelstraße ist für den Start in die Ferien gerüstet.
Das «Boot» ist ein neuer Treff für junge Leute in Weißenfels. Pit Wegner(l.)undDaniel Rühlemann(r.) bei der Sanierung unter Anleitung von Sozialarbeiter Thomas Ganz(2. v. l.)und Mario Kabisch. (MZ-Foto: Peter Lisker)
"Zahlreiche Vereine haben sich hier ein gemeinsames Domizil geschaffen", sagt Jugendsozialarbeiter Thomas Ganz. Sein Mitstreiter und Stadtrat, Mario Kabisch, fügt hinzu: "So neu ist der Treff nicht, denn schon einmal gab es unter diesem Dach Angebote für die freie Jugendarbeit, war hier die Anlaufstelle von Christlichem Jugenddorfwerk (CJD) und Interessengemeinschaft Bildung Leuna-Merseburg e.V. (IBLM)." Die IBLM ist jetzt zurückgekehrt und hat weitere Mitstreiter ins Boot geholt. Dazu gehören das Bündnis gegen Rechts, Kampfkünste Weißenfels, der Simon-Rau-Verein und der Freizeitsport "Mach mit", ein Verein in Gründung. Dass hier viele in einem Boot sind, gab der Einrichtung den Namen das "Boot".
Das Gros der Renovierungsarbeiten ist abgeschlossen. Zahlreiche Firmen unterstützten das Vorhaben, beim Toom-Baumarkt gab es kräftige Rabatte. Eine Prittitzer Firma gab Geld, die Baufirma Riese spendierte die Auslegware, die Firma Elektro-Poppe half bei der Ausstattung und von Pilipal gab es Möbel. Das Boot soll am 18. Juli offiziell eröffnet werden.
Im neuen Domizil kann man sich einfach treffen, plaudern, Karten spielen, Musik hören oder die Angebote der einzelnen Vereine testen. Der Vorteil: Man muss nicht gleich Mitglied werden. Es gibt einen großen Raum, der für Projekte genutzt werden kann - in der Schulzeit auch von Klassen. Die Angebote kommen langsam ins Laufen. Sie reichen von Break Dance und Kickboxen bis Schach und Tischtennis, Basteln und kreatives Gestalten. Zwei ABM-Kräfte haben bereits ihre Arbeit aufgenommen und stehen den jungen Leuten zur Seite.
Im Garten steht ein ausgedientes Ruderboot. Das passt nicht nur gut zum Namen, sondern soll wieder flottgemacht werden. So können junge Leute in ihrer Freizeit handwerkliche Fähigkeiten ausprobieren, das Boot wieder herrichten. Falls es noch schwimmtauglich ist, als Boot, falls nicht, soll es zu einer Sitzecke umfunktioniert werden.
Quelle: MZ
Projekte 2008
"Aserbaidschan ist Mini-Fussball-Europmeister"
Fünf Jugendclubs spielten unter internationalen Flaggen um den Pokal - Burgwerben gewinnt vor Langendorf
Weißenfels/MZ. Bei der Fussball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz ist Aserbaidschan garnicht dabei. Doch bei der Mini-EM für Jugendclubs, durchgeführt von der Mobilen Jugendarbeit der IBLM auf dem Sportplatz in Schkortleben, sicherte sich der Jugendclub Burgwerben als Vertreter der Republik
zwischen dem Kasbischen Meer und dem Kaukasus den Siegerpokal.
Deutschland(Südstadt08),Portugal(JCGrosskorbetha),Niederlande(Fritz-Schellbach-Heim),Spanien(JC Burgwerben),Luxenburg(JC Langendorf) und Aserbaidschan waren für Endrunde qualifiziert, bei der jeder gegen jeden antrat.
Im ersten Match standen sich Deutschland und Aserbaidschan gegenüber. Die Nervosität war beiden Teams anzumerken, aber Aserbaidschan gewann 3:0. Anschliessend bezwang Portugal die Niederlande. Weitere packende Partien folgten, die alle sehr knapp ausgingen. Aserbaidschan wurde schliesslich seiner Favoritenrolle gerecht. Luxenburg und Spanien folgten. Jugendsozialarbeiter Thomas Ganz, der das Turnier mit vielen Helfern organisiert hatte, lobte die große Fairness der jugendlichen Mannschaften.
Quelle: MZ
Projekte 2008
"Fußball fördert den Teamgeist"
Erstes Turnier am Sonntag in Hohenmölsen
Die mobile Jugendsozialarbeit Weißenfels bietet jetzt mittwochs
und sonntags Fußballtraining an. In der Turnhalle am Südring
können sich Jugendliche treffen, um zu kicken. In Hohenmölsen
wird die Freizeitmannschaft ihr erstes Fußball – Turnier bestreiten.
Weißenfels/MZ. John Kühne darf es noch mal probieren. Dass er
den Ball noch nicht immer treffsicher schießt, nehmen die Mann-
schaftskollegen gelassen. Schließlich ist der 12-jährige im Bremer
Dress der jüngste beim Training in der Weißenfelser Südstadt-Turnhalle.
Jugendsozialarbeiter Thomas Ganz betreut die Jungen und jungen
Männer, die sich hier regelmäßig zum Fußballspielen treffen.
„Wichtig ist, dass sich die Jugendlichen gegenseitig anspornen.“
Thomas Ganz
Jugendsozialarbeiter
„Ziel ist, dass die Jugendlichen sich kennen lernen und Barrieren abgebaut
werden“, sagt Ganz. Er meine damit Barrieren zwischen den in Deutschland
geborenen Kindern und jungen Spätaussiedlern. Die Freizeitgestaltung läuft
oft getrennt voneinander ab“, erklärt der Jugendsozialarbeiter.
Den Teamgeist will er mit dem Training und bei Freizeitturnieren stärken.
„Der Spaß steht im Vordergrund, Gemeckere gibt es nicht“, sagt der 19-jährige
Andrej Rosner über die Übungsstunden. „Man wird hier nicht wie im Verein
unter Erfolgsdruck gesetzt“, erklärt der 18-jährige Heiko Gutsmann, was ihm
an dem Angebot gefällt. Sein Vater unterstützt Thomas Ganz bei dem Sport-
projekt. Diesen ehrenamtlichen Einsatz wisse dieser ebenso zu schätzen wie
die kostenlose Nutzung der Turnhalle. „Wir könnten uns das sonst gar nicht
leisten“, gibt Ganz zu bedenken.
Wieder aufgenommen werden soll auch das Fitness-Training im Medizinischen
Bildungszentrum Weißenfels. “Wegen Umbaus war Pause, aber das läuft wieder
an“, verspricht Ganz. Die Sportangebote seien eine gute Möglichkeit, Vertrauen
zu den Jugendlichen aufzubauen und von ihren Problemen zu erfahren. „Die
meisten haben Sorgen wegen der Arbeits- und Lehrstellensuche“, sagt der
Sozialarbeiter. Das Training sei auch eine Gelegenheit, Erfolgserlebnisse zu
schaffen. „Wichtig ist, dass sich die Jugendlichen gegenseitig anspornen.
Das ist für viele eine neue Erfahrung“, ergänzt er.
Ansporn soll morgen auch die Teilnahme an einem Turnier in Hohenmölsen sein.
Die Siegchancen? „Eher gering“, vermutet John Kühne. Aber wie sagten seine
Mitspieler? Der Spaß steht vornan.
Info: Fußballtraining mittwochs, 16 Uhr, sonntags, 13.30 Uhr, Turnhalle am Südring
Volleyball: donnerstags, 17.30 Uhr, in der Sporthalle Ökowegschule.
Quelle: MZ
Junge Leute treffen sich regelmäßig zum Fußballspielen
in der Sporthalle in der Weißenfelser Südstadt.
Projekte 2008
Für Jugendsozialarbeiter Zwangspause abgewendet
Ausschuss beschließt die vorzeitige Förderung von mehr als 20 Stellen
Naumburg/MZ. Das Angebot in den Bereichen Kinder- und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Familienarbeit soll im Burgenlandkreis kontinuierlich fortgesetzt werden. Um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, hat der Jugendhilfeausschuss jetzt bereits die Förderung von Fachkräften in diesen Bereichen beschlossen.
Er ist dabei davon ausgegangen, dass vom Landesverwaltungsamt für 2008 bis 2010 noch einmal Mittel aus dem Finanzausgleich und dem Fachkräfteprogramm zu Verfügung gestellt werden, wie es das Ministerium angekündigt hat. Auch wenn diese bis zum 1. Januar noch nicht bereit stehen, soll die Arbeit in dem Bereich aber fortgeführt werden können. In welcher Höhe die Zuwendung erfolgt, wird entschieden, wenn die Haushaltssatzung des Burgenlandkreises für 2008 genehmigt ist, heißt es.
Für insgesamt 26 Fachkräfte in Voll- und Teilzeit sollen laut dem Beschluss nahezu 21 Stellen bei 14 Trägern gefördert werden. Laut Lutz Dathe vom Jugendamt wurden von der Kreisverwaltung mit den Trägern Gespräche geführt, um das Tätigkeitsfeld der Fachkräfte dem vorhandenen Bedarf und damit auch den sich verändernden Bedingungen anzupassen.
Unterstützt werden sollen unter anderem vier Stellen beim Frauen- und Kinderschutzverein Zeitz, fast zwei beim Kreativitätszentrum Zeitz, reichlich eine halbe Stelle in der Gemeinde Droyßig, vier beim Berufsförderzentrum Weißenfels des Christlichen Jugenddorfes Deutschland (CJD), zwei bei der Interessengemeinschaft Bildung Leuna-Merseburg (IBLM) sowie eine halbe Stelle bei der Stadt Hohenmölsen.
Als sachkundiger Bürger sprach sich Gert Brückner dafür aus, zukünftig im Burgenlandkreis noch mehr mobile Teams zu bilden, wie jene die in Trägerschaft des CJD und des IBLM die Jugend- und Jugendsozialarbeit in der Stadt Weißenfels sowie in vier Verwaltungsgemeinschaften im Altkreis Weißenfels wahrnehmen. Diese Arbeit sei fruchtbringend und eine praktikable Lösung auch für die ländlichen Regionen.
In Naumburg und dem Alt-Burgenlandkreis werden diese Aufgaben von einem bewährten Netz stationärer Einrichtungen wahrgenommen, setzte Ursula Kühn, die Leiterin des Jugendamtes dem entgegen. Zwei der in Naumburg ansässigen Träger wirkten sogar im gesamten Burgenlandkreis. Man werde in Diskussion darüber kommen müssen, welche Wege zukünftig gegangen werden, wolle aber keinem Träger eine Organisationsform für diese Arbeit überstülpen, sagte sie. "Jugendhilfe ist ein Prozess, sie entwickelt sich. Wir werden immer wieder um optimale Lösungen ringen müssen", äußerte Lutz Dathe.
Quelle: MZ
Bilder und Artikel
Angebote gegen Langeweile
Medizinisches Bildungszentrum kooperiert mit Sozialarbeitern und stellt Räume bereit
Weissenfels/MZ Das Medizinische Bildungszentrum Mitteldeutschland (MBZ) will in Zusammenarbeit mit Jugendsozialarbeitern kostenlose Freizeitangebote für Jugendliche der Stadt unterbreiten. Ab dieser Woche stellt die Bildungseinrichtung in der Weißenfelser Südring Turnhalle und Fitnessraum für Veranstaltungen für junge Leute zur Verfügung (siehe auch “Volleyball und Fitnesstraining”).“Viele Jugendliche in Weißenfels wissen nicht wohin in ihrer Freizeit. Langeweile,Frust und Perspektivlosigkeit münden oft in Zerstörungswut”, schildert MBZ-Geschäftsführer Joachim Tentscher die Situation.
Dem gelte es nicht nur Diskussionen, sondern praktische Angebote entgegen zu setzen. Deshalb habe sich das Bildungszentrum entschlossen, seine Räume zur Verfügung zu stellen. Eine gute Sache, findet Jugendsozialarbeiter Thomas Ganz. Vorhandene Räumelichkeiten könnten so sinnvoll genutzt werden. Wert legt T.Ganz darauf, dass die Jugendlichen unter Anleitung erfahrener Trainer und Fachleute trainieren werden.”Über solche Angebote wird uns der Zugang zu den Jugendlichen wesentlich erleichtert”, meint Sozialarbeiter Mario Kabisch. Für ihn beginnt jetzt eine Testphase, auf der sich weiter aufbauen lassen sollte. So kann sich Kabisch für die Zukunft auch eine engere Vernetzung mit dem Mehrgenerationenhaus des DRK im Weißenfelser Südring vorstellen.Joachim Tentscher wiederum hebt den Stellenwert der mobilen Jugendsozialarbeit hervor. Räumlichkeiten im MBZ zur Verfügung zu stellen sei das eine. Mindestens ebenso wichtig sei es jedoch, die mobile soziale Arbeit mit den Jugendlichen weiter auszubauen.
KOSTENLOS FÜR JUGENDLICHE
Veranstaltungen für Jugendliche aus Weißenfels und Umgebung werden ab sofort zu folgenden
Zeiten angeboten: Mittwochs, 16.00 bis 17.30 Uhr und Sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr,Fußballtraining;Montags und Freitags, jeweils 18.30 bis 20.00 Uhr, Volleyball.
Alle Veranstaltungen finden in der Turnhalle des MBZ statt.
Die Angebote sind kostenfrei.
Mädchen und Jungen ab 14 Jahren, die Lust auf Sport haben, können sich ab sofort unter Telefon
03443 327336 im Büro der mobilen Jugendarbeit oder auf Handy 01771593528 bei Th. Ganz melden.